Month: Januar 2015
Traden mit der Notenbank - Januar 28, 2015 by Andreas Orth

NZD-USD nach Notenbanksitzung am 28.01.201528. Januar 2015: Immer wenn irgendwo auf der Welt eine Notenbank tagt, kommt heftige Bewegung in den Kurs. Leider wissen wir vorher nicht, in welche Richtung. Klar ist, wenn die Notenbank den Zins senkt, fällt der Kurs wie ein Stein. Erhöht sie den Zins, steigt der Kurs, weil die Währung dadurch attraktiver wird. Würden wir nun wie im Casino auf Rot oder Schwarz setzen, hätten wir eine 50:50 Chance, allerdings im ungünstigsten Fall einen Verlust, selbst wenn wir einen engen Stopp gesetzt hätten.

 

Im obigen Bild sehen Sie das Währungspaar NZD/USD im Stundenchart, das normalerweise eher träge und moderat läuft, wie im Artikel “NZD/USD – ein langweiliges Paar” beschrieben. Am 28.01.2015 um 21 Uhr tagte die Notenbank von Neuseeland und sehen Sie, was passiert ist. Ausgehend von einem Kurs von 0,7436 sackt der Kurs binnen einer Stunde auf 0,7321, gesamt folglich um 115 Pips, was für dieses Währungspaar doch recht viel ist.

 

Das nachfolgende Bild zeigt das Währungspaar USD/CAD am 21.01.2015 nach Bekanntgabe der Zinssenkung um 16 Uhr. Der Kanadische Dollar schmiert ab bzw. der US-Dollar steigt rapide. Ausgehend von 1,2065 steigt das Paar innerhalb von 2 Stunden auf 1,2387, das ist eine Bewegung von 322 Pips.

 

USD-CAD am 21.01.2015 nach Notenbanksitzung

 

Da die Bewegungen in beiden Beispielen sehr rapide nur in eine Richtung verlaufen, können Sie sich folgende Strategie zunutze machen: Kurz vor Bekanntgabe des Sitzungsergebnisses eröffnen Sie zwei Positionen, eine auf steigende Kurse und eine andere auf fallende Kurse. Für beide Positionen können Sie einen Stopp-Loss von rund 30 Punkten eingeben. Da wir nicht wissen, bis wohin der Kurs läuft, empfiehlt es sich hier, mit einem Trailing-Stopp von etwa 40 Pips zu arbeiten.

 

Im Beispiel von USD/CAD wäre folgendes passiert: Ihre Verkaufsposition wäre mit 30 Pips Verlust ausgestoppt worden. Ihre Kaufposition wäre gegen 20 Uhr 20 durch den Trailing-Stopp bei 1,2355 geschlossen worden. Ein Ergebnis von 290 Pips, abzüglich der 30 Pips Verlust aus dem short-Trade immerhin noch ein Gewinn von 260 Pips.

Testen Sie diese Strategie doch mal auf einem Demo-Konto, bevor Sie eigenes Geld einsetzen. Die Termine der Notenbanksitzungen finden Sie unter anderem bei Finanztreff unter der Rubrik “Wirtschaftskalender.”

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !

 

Ihr

Andreas Orth

NZD/USD – ein “langweiliges” Paar ? - Januar 27, 2015 by Andreas Orth

 

5 Minuten-Chart von NZD-USD27. Januar 2015: Zugegeben, es gibt volatilere Paare als NZD/USD. Was aber kein Nachteil sein muss, speziell für Neueinsteiger im Forexmarkt. Um das Zusammenspiel von Kursentwicklung und Indikatoren immer besser verstehen zu lernen, eignet sich kaum ein Währungspaar besser als NZD/USD, da der Kursverlauf in aller Regel sehr gleichmäßig und ohne extreme Ausschläge verläuft.

 

Die Amerikaner bezeichnen solche Bewegungen als “deliberately”, was man am Besten mit “bedächtig” übersetzen kann. Größter Vorteil: Hat man einen geeigneten Einstieg für einen long- oder short-Trade gefunden, wird man selten durch nervöse Zuckungen ausgestoppt. Dieses Währungspaar eignet sich somit auch sehr gut für sehr kurzfristige Zeithorizonte. Im obigen Bild habe ich NZD/USD im 5-Minuten-Chart dargestellt und Sie können gut erkennen, wie gleichmäßig die Bewegungen verlaufen.

 

Links unten sehen Sie den Beginn eines Aufwärtstrends (auch gut zu erkennen an der Stochastik, als die blaue Linie die 20-er Marke von unten nach oben durchbricht). Dieser beginnt bei rund 0,74 und endet in der Mitte des Bildes bei rund 0.7440, das sind immerhin 40 Pips. Hieran schliesst sich ein ebenso gleichmäßig verlaufender Abwärtstrend an, der das Paar wieder bis zu rund 0,7410 bringt. Beide Trends haben rund 70 Pips eingebracht, ohne jemals den Einstand zu gefährden.

 

Aus der Tatsache, dass in diesem Beispiel keine Kerze einen höheren Wert als 10 Pips vom Tief bis zum Hoch aufweist, bietet sich folgende Strategie an: Nach dem Einstieg setzen Sie einfach einen Trailing-Stopp von 10 Pips. Für den oben im Bild gewählten Zeitraum hätte das bedeutet:

 

  • im linken Aufwärtstrend ein Plus von 30 Pips (40 Pips minus 10 Pips Trailing-Stopp)
  • im rechten Abwärtstrend ein Plus von 20 Pips (30 Pips minus 10 Pips Trailing-Stopp)

 

Gesamtergebnis 50 Pips und das ohne Hektik oder Stress. Hier können Sie durchaus mit einer etwas höheren Positionsgröße einsteigen, was die mangelnde Volatilität mehr als ausgleicht.

 

Sollte Ihnen diese Strategie gefallen, können Sie diese zunächst gerne auf einem DEMO-Konto mehrfach testen, bevor Sie echtes Kapital einsetzen.

 

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !

 

Ihr

Andreas Orth

« old entrys
Letzte Artikel
 , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,Plus500