Category: Indices

gespanntes Warten vor der EZB-Sitzung - Januar 22, 2015 by Andreas Orth

22. Januar 2015: Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer das Ergebnis der EZB-Sitzung, die um 14 Uhr 30 startet. Wird Mario Draghi die Geldschleusen erneut öffnen und Staatsanleihen kaufen? Ziel dieser Maßnahme soll es sein, die Wirtschaft anzukurbeln und das Inflationsziel von 2% zu erreichen. Skeptiker mutmaßen, dass die erneute Geldflut wiederum nicht in den Wirtschaftskreislauf finden wird.

 

Im Gespräch sind Beträge zwischen 550 und 750 Milliarden Euro pro Jahr. Hierzu kam gestern folgende Nachricht über den Ticker:

 

„Das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) wird dem EZB-Rat am Donnerstag nach Aussage informierter Personen vorschlagen, für mindestens ein Jahr monatlich Anleihen für 50 Milliarden Euro aufzukaufen. Das wären in Summe 600 Milliarden Euro. Dieses Programm habe das Direktorium am Dienstag beschlossen und werde es dem Rat am Donnerstag zur Beratung vorlegen, der noch Änderungen vornehmen könne, hieß es weiter. Die Vorstellungen des EZB-Direktoriums liegen damit am oberen Ende der Markterwartungen. Die EZB lehnte einen Kommentar ab.“

Quelle: „Dow Jones Newswires“

 

Unabhängig davon, was und in welcher Höhe beschlossen wird, Sie können davon ausgehen, dass zum Zeitpunkt der Verkündung eine Menge Bewegung in den Markt kommen und diese sehr dynamisch wird. Wohin die Reise geht, weiß wohl nur Mario Draghi.

 

Hier zunächst ein Bild des DAX im Tageschart:

 

 

Wie tradet man nun ein solches Ereignis? In der Hoffnung auf weiter steigende Kurse könnte man kurz vor 14 Uhr 30 eine long-Position eröffnen…….gäbe es da nicht die alte Börsenweisheit “buy the rumor, sell the facts.” Will heißen, der Kauf von Staatsanleihen ist bereits in den Kurssteigerungen der letzten Tage eingepreist und es kommt zu Gewinnmitnahmen. Wie könnte man nun diese Situation lösen?

 

Eine Trading-Idee liegt darin, dass man kurz vor 14 Uhr 30 zwei Limit-Orders platziert, einmal auf steigende und andererseits auf fallende Kurse. Der Einstieg könnte rund 100 Punkte vom aktuellen Niveau sein, das Ganze wird mit einem Trailing-Stopp von 50 Punkten versehen, so dass Ihr Risiko begrenzt ist.

 

Beginnt der Kurs dynamisch zu steigen (fallen) und wird der Limit-Kurs erreicht, sind Sie in einem Long-Trade (Short-Trade). Wie wir in den letzten Tagen und Wochen gesehen haben, sind Tagesbewegungen von 300 Punkten oder mehr keine Seltenheit. Steigt (fällt) der Kurs nun beispielsweise nochmals um 100 Punkte, nachdem das Kauflimit erreicht wurde, können Sie durch den Trailing-Stopp mindestens 50 Punkte Gewinn verbuchen.

 

Ihr maximales Risiko liegt bei 100 Punkten, sollte keiner der Trades aufgehen. Passen Sie daher bitte Ihre Positionsgröße entsprechend an.

 

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !

 

Ihr

Andreas Orth

 

Welcher Teufel reitet die SNB ? - Januar 15, 2015 by Andreas Orth

15. Januar 2015: Seit 3 Jahren garantierte die SNB (Schweizer Nationalbank) eine Kursuntergrenze von 1,20 im EUR/CHF. Heute gegen 10:30 fiel diese Garantie, was dazu führte, dass der Schweizer Franken zum Euro extrem aufwerte, in der Spitze bis auf 0,8458, das sind 3.542 Pips !

Das dürfte viele Trader komplett auf dem falschen Fuß erwischt haben. Wer auf die Garantie der SNB vertraut und keinen Stopp-Loss gesetzt hatte, dessen Konto dürfte sich wohl pulverisiert haben.
Der Schweizer Börsenindex fiel gleichzeitig in der Spitze um 1266 Punkte, was einem Minus von fast 14% entspricht. Wohlgemerkt an einem Tag. Ursache hierfür dürfte die Zinssenkung von bisher -0,25% auf nun -0,75% sein.
SNB-Präsident Thomas Jordan nimmt mit diesen Massnahmen in Kauf, dass der starke Franken die Exportwirtschaft und die Tourismusbranche extrem belastet und die Schweiz in die Deflation abrutscht.
Für alle Trader zeigt dieses Beispiel, wie existenziell wichtig das Setzen eines Stopp-Loss ist.
So long und weiterhin erfolgreiche Trades!

Ihr
Andreas Orth

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