Der Moving Average Convergence / Divergence oder auch MACD genannte Indikator gehört wie die gleitenden Durchschnitte zur Familie der Trendfolgeindikatoren.

 

Zur Berechnung und Darstellung werden 2 gleitende Durchschnitte herangezogen und es wird die Entwicklung dieser Durchschnitte zueinander dargestellt. Nähern sich beide Durchschnitte an, so spricht man von Convergence, entfernen sie sich voneinander, nennt man das Divergence.

 

Obwohl der MACD bereits 1979 von seinem Erfinder, Gerald Appel, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, zählt er auch heute noch zu den meistverwendeten und bei korrekter Anwendung treffsichersten Indikatoren.

 

Der MACD anhand eines Praxisbeispiels erklärt, hier der 4 Stundenchart des AUD/USD:

 

 

Das in oliv dargestellte Histogramm beeinhaltet einen EMA 8 und einen EMA 17. Hierbei wird vom EMA 8 der EMA 17 subtrahiert. Zusätzlich sehen Sie eine rot gestrichelte Linie, auch Triggerlinie genannt. Diese ist nichts anderes als ein EMA 9. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht, denn die mathematischen Hintergründe sind keine Voraussetzung, um mit dem MACD erfolgreich zu traden.

 

Im Kerzenchart ist weiterhin ein EMA 18 und als weiterer Indikator der RSI 7 eingezeichnet, beide Indikatoren sollen das Kauf – oder Verkaufssignal des MACD bestätigen und somit helfen, Fehleinstiege zu vermeiden.

 

Sehen wir uns nun die 4 waagrechten roten Balken an, die jeweils Kauf – oder Verkaufssignale darstellen.

 

Damit ein Kaufsignal vorliegt, sollten diese 3 Bedingungen erfüllt sein:

 

  • Das Histogramm (oliv) des MACD befindet sich oberhalb der Nulllinie und
  • der RSI ist größer als 50 und
  • der Kurs befindet sich oberhalb des roten EMA 18

 

Diese Situationen finden Sie an den roten Balken 1,3 und 4 (von links).

 

Für ein Verkaufssignal gilt genau das Gegenteil, siehe Balken 2.

 

Wer gerne etwas agressiver tradet, kann bereits einen long Trade eingehen, wenn sich das Histogramm oberhalb der Trigger-Linie befindet und umgekehrt verkaufen, wenn sich das Histogramm unterhalb der Trigger-Linie befindet.

 

Auch wenn alle Indikatoren einen Kauf oder Verkauf signalisieren, setzen Sie immer einen Stopp-Loss, der Ihren maximalen Verlust darstellt und in aller Regel etwas unter dem letzten Tief oder Hoch liegen sollte.

 

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !

 

Ihr

Andreas Orth