Bei dem RSI (Relativ Strength Index) handelt es sich um einen Indikator aus der Familie der Oszillatoren. Als Standardeinstellung auf den meisten Handelsplattformen gilt ein Wert von 14 (Perioden, Kerzen). In dieser voreingestellten Periode werden die Stärke vorhandener Gewinne mit der Stärke vorhandener Verluste verglichen.

 

Durch diese Berechnung ergibt sich ein Wertebereich des RSI von 0 bis 100, wobei Werte von 0 bis 30 als überverkaufter Markt (Tendenz steigend), Werte von 30 bis 70 als normal und Werte von 70 bis 100 als überkaufter Markt (Tendenz fallend) gelten.

 

Der RSI lässt sich somit als Indikator zur Anzeige von Extremzonen nutzen, aber nur mit einem RSI alleine sollte man keine Trading-Entscheidung treffen. Dazu sind die Bewegungen an den wichtigen 30-er und 70-er Zonen doch nicht immer eindeutig.

 

Hierzu ein Beispiel am Wochenchart von USD/CAD:

 

Wochenchart USD-CAD mit RSI

 

Hier sehen Sie, dass der RSI im März 2014 die 70-er Linie von oben nach unten durchbricht. Gleichzeitig wird dieser Trendwechsel auch durch die Stochastik bestätigt, was letztendlich eine Bewegung von rund 1,12 auf 1,06 zur Folge hat, immerhin 600 Pips.

 

Danach durchbricht der RSI den 30-er Bereich von unten nach oben und es entsteht ein Aufwärtstrend, der das Paar USD/CAD bis zum 20.01.2015 von 1.06 auf 1,21 befördert, was einer Bewegung von 1.500 Pips entspricht.

 

Mittlerweile hat der RSI einen Wert von knapp über 90, so dass Sie davon ausgehehen können, dass der Aufwärtstrend bald sein Ende finden wird. Um einen geeigneten Einstieg zu finden, kann es Sinn machen, auf kleineren Zeitebenen (Tageschart, H 4) einen Durchbruch des RSI im Bereich des 70-er Wertes abzuwarten. Dabei sollten Sie sich jedoch auch durch andere Indikatoren absichern und natürlich gilt auch hier, einen vernünftigen Stopp-Loss zu setzen.

 

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !

 

Ihr

Andreas Orth