03.Februar 2015: Nachdem die Notenbank von Neuseeland am 28.01.2015 tagte, war heute Nacht die australische Notenbank RBA an der Reihe. Wenige Analysten vermuteten einen Zinsschritt, aber die RBA konnte sich wohl der Verlockung des weltweiten Abwertungsspiels nicht entziehen und senkte den Leitzins von bisher 2,5% auf das Rekordtief von 2,25%.
Daraufhin verlor der australische Dollar massiv an Wert, wie Sie im Bild oben sehen können. Dort ist der 15 Min. Chart des Währungspaares EUR-AUD dargestellt. Punkt vier Uhr nachts machte der australische Dollar nur eines, er fällt bzw. der Euro steigt gegen den AUD. Ausgehend von rund 1,4525 steigt das Paar in der Spitze bis auf 1,4892, das sind mal starke 367 Pips.
Mit der Strategie, vor einen Notenbanksitzung 2 Positionen mit einem Stopp-Loss von rund 30 Pips zu eröffnen, hätten Sie hier wiederum einen schönen Gewinn einfahren können. Die short-Position wäre mit 30 Pips ausgestoppt worden, die long-Position hätte aber sicherlich rund 300 Pips Gewinn gebracht, denn gegen 08 Uhr lag der Kurs bei rund 1,4790.
Notenbanksitzungen sind somit gute und fast immer sichere Garanten für einen schönen Gewinn, sollte sich der Leitzins ändern. Es lohnt sich, die Termine der Sitzungen vorzumerken, Sie finden diese u.a. auf Finanztreff.
Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !
Ihr
Andreas Orth
28. Januar 2015: Immer wenn irgendwo auf der Welt eine Notenbank tagt, kommt heftige Bewegung in den Kurs. Leider wissen wir vorher nicht, in welche Richtung. Klar ist, wenn die Notenbank den Zins senkt, fällt der Kurs wie ein Stein. Erhöht sie den Zins, steigt der Kurs, weil die Währung dadurch attraktiver wird. Würden wir nun wie im Casino auf Rot oder Schwarz setzen, hätten wir eine 50:50 Chance, allerdings im ungünstigsten Fall einen Verlust, selbst wenn wir einen engen Stopp gesetzt hätten.
Im obigen Bild sehen Sie das Währungspaar NZD/USD im Stundenchart, das normalerweise eher träge und moderat läuft, wie im Artikel “NZD/USD – ein langweiliges Paar” beschrieben. Am 28.01.2015 um 21 Uhr tagte die Notenbank von Neuseeland und sehen Sie, was passiert ist. Ausgehend von einem Kurs von 0,7436 sackt der Kurs binnen einer Stunde auf 0,7321, gesamt folglich um 115 Pips, was für dieses Währungspaar doch recht viel ist.
Das nachfolgende Bild zeigt das Währungspaar USD/CAD am 21.01.2015 nach Bekanntgabe der Zinssenkung um 16 Uhr. Der Kanadische Dollar schmiert ab bzw. der US-Dollar steigt rapide. Ausgehend von 1,2065 steigt das Paar innerhalb von 2 Stunden auf 1,2387, das ist eine Bewegung von 322 Pips.
Da die Bewegungen in beiden Beispielen sehr rapide nur in eine Richtung verlaufen, können Sie sich folgende Strategie zunutze machen: Kurz vor Bekanntgabe des Sitzungsergebnisses eröffnen Sie zwei Positionen, eine auf steigende Kurse und eine andere auf fallende Kurse. Für beide Positionen können Sie einen Stopp-Loss von rund 30 Punkten eingeben. Da wir nicht wissen, bis wohin der Kurs läuft, empfiehlt es sich hier, mit einem Trailing-Stopp von etwa 40 Pips zu arbeiten.
Im Beispiel von USD/CAD wäre folgendes passiert: Ihre Verkaufsposition wäre mit 30 Pips Verlust ausgestoppt worden. Ihre Kaufposition wäre gegen 20 Uhr 20 durch den Trailing-Stopp bei 1,2355 geschlossen worden. Ein Ergebnis von 290 Pips, abzüglich der 30 Pips Verlust aus dem short-Trade immerhin noch ein Gewinn von 260 Pips.
Testen Sie diese Strategie doch mal auf einem Demo-Konto, bevor Sie eigenes Geld einsetzen. Die Termine der Notenbanksitzungen finden Sie unter anderem bei Finanztreff unter der Rubrik “Wirtschaftskalender.”
Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Trades !
Ihr
Andreas Orth